Teilnehmer/Künstler Symposium 2009

 

Nina Doege:

Zentraler Arbeitsgegenstand sind für die in Leipzig lebende Künstlerin immer Dinge, die gekennzeichnet sind durch eine spezielle Materialität. Eine besondere Haptik, besondere Eigenschaften oder aber eine interessante Struktur können diese ausmachen. Dazu beschäftigen sie Fragen nach dem „Ort“ der Kunst, also der Wand oder dem Raum an dem und in dem sie sich befindet, was ihren Objekten einen so genannten installativen Charakter verleiht. Diese Installationen, ebenso wie Materialien, die sich zuhauf auf dem Gelände in Helfenberg befinden, werden zusammen mit den Räumlichkeiten der Weberei besonders interessante Anblicke und Ausblicke ermöglichen.

Stefan Maier:

Waren es in seiner Malerei früher aufgebrachte Emotionen, wütende Anklagen und existentielle Fragestellungen, mischt sich nun zunehmend Ironisches in das Themenspektrum des Salzburgers Stefan Maier. Eines scheint jedoch immer wieder auf: Das zentrale Thema Heimat, dass ihn als gebürtigen Lungauer nicht loszulassen scheint. Als Künstlerperson auf ganzer Linie Extremist steigt er jedoch gegen Heimattümeleien im verharmlosenden, nationalistischen, Natur und Menschen ausbeutenden Sinne vehement in die Eisen. Mit seinen Gemälden formuliert er seine eigene Spiritualität.

Lutz-Rainer Müller:

Die Arbeiten des ebenfalls aus Leipzig ins Mühlviertel angereisten Künstlers Lutz-Rainer Müller lassen sich aus einer Vielzahl an möglichen Schlagworten beispielsweise mit „situationistisch“ und „spielerisch“ umschreiben. Situationistisch, weil der Künstler bei seinen Arbeiten sowohl vor Ort in Helfenberg gefundene Materialien bearbeitet, wie auch den Ort an sich mit einbezieht, „spielerisch“ durch sein forschendes, neugieriges Herangehen an diese Materialien. Die Arbeiten des Künstlers werden zusätzlich zu den Atelierflächen auch an weiteren Orten des Weberei-Areals zu finden sein.

 

Dominika Szczot:

Ausgangsmaterial der Malerei von Dominika Szczot sind zwischenmenschliche Begegnungen bzw. die dabei entstehenden Emotionen, die im Raum gewisse Energien zurücklassen. Die momentan in Wien auf der Universität für angewandte Kunst studierende Künstlerin erforscht Mittel diese energetischen Prozesse malerisch darzustellen. Sie versteht diesen Versuch als logische Konsequenz und Fortsetzung einer Phase der realistischen Figurendarstellung, die den in Helfenberg entstehenden Arbeiten voran ging.

 

David Schmid:

Der in Helfenberg entstehenden Serie geht eine literarische Arbeit des in Wien studierenden Künstlers voraus, die sich dem Element Wasser widmet. Dabei ist David Schmids Malerei als erweiternde Ebene zu verstehen, die gewissermaßen jene Bereiche erreicht, an die die Literatur nicht reicht. Durchdrungen von Spiritualität und Begeisterung für mytholgisch-sagenhaftes formuliert er vielschichtige Farbräume.

Zusammenfassung:

Mit den drei aus Wien angereisten Künstlern Stefan Maier, Dominika Szczot und David Schmid lässt sich ein interessanter Einblick in aktuelle Malerei gewinnen. Bereichert werden diese Positionen durch zwei Künstler, die aus Leipzig angereist sind und Arbeiten fertigen, die einen Ausblick in die weiteren Möglichkeiten der zeitgenössischen Kunst ermöglichen und zudem den konkreten Ort Helfenberger Leinenweberei mit einbeziehen werden.

 

Allgemein:

Auch in diesem Jahr finden kommen erneut bildende Künstler nach Helfenberg, um die besondere Arbeitssituation der ehemaligen Baumwollweberei zu genießen. Diese besteht nicht nur durch die besonders schöne umliegende Natur und die damit einhergehende Ruhe, sondern vor Allem durch das Platzangebot vor Ort, das uneingeschränktes Arbeiten der Künstler ermöglicht, sowie das inspirative Flair der Industrieanlage.

In diesem Jahr stelle ich als Teilnehmer zunächst den Maler und „Wiederholungstäter“ Stefan Maier vor, der nunmehr Absolvent der Wiener Universität für angewandte Kunst ist. Nach einem längeren Aufenthalt in Helsinki im letzten Jahr hat sich, was seine Arbeiten betrifft vieles getan und man kann gespannt sein auf sein Schaffen in der Zeit in Helfenberg.

Mit an Bord sind heuer auch zwei Künstler aus Leipzig, Nina Doege und Lutz Müller deren Kunst hier in Helfenberg das mögliche Spektrum dessen, was Kunst bewegen und bedeuten kann ausloten wird. Beide arbeiten (wie Stefan Maier) seit 2007 regelmäßig bei dem vom Wiener Christoph Mayer initiierten Projekt Pilotenkueche in der Leipziger Baumwollspinnerei. Sie arbeiten konzeptuell, sprich die Idee und der Ort – in diesem Fall Helfenberg werden im Vordergrund der Arbeiten stehen. Ich bin besonders gespannt, was zwei Konzeptkünstler in Helfenberg bewegen werden, wie die Reaktionen der Helfenberger ausfallen und würde mich freuen, wenn die Arbeiten der beiden angeregte Diskussionen über bildende Kunst auslösen würden.

Mit dabei sind außerdem zwei weitere Künstler, Dominika Szczot und David Schmid, die wie bereits Stefan Maier bisher in der Klasse von Christian Ludwig Attersee auf der Universität für angewandte Kunst, Wien studierten. Mit diesen beiden wird das breite Spektrum an Malerei, das uns dieses Jahr in Helfenberg erwarten wird, ergänzt zu einer breiten Palette verschiedenster Herangehensweisen und Fragestellungen an die Leinwand.

Weltpremiere von Twist Pension mit EIN BATZN WELT 14. August 2009

Hermann, zurückgelassener “Göttergatte” wird der Ernst der Lage allmählich bewusst und reagiert prompt. Liebe, Intrige, Affären und Verfolgungsjagd, gespickt mit musikalischen Exzessen, Filmsequenzen und Szenen; all das vereint die TwistPension in ihrem Stück “Ein Batzn Welt”. Dieses Theaterstück zwischen Wohnzimmer und Großstadt, Liebe und Trauer, verknüpft den Kapitalismus mit den primitiven Dingen des Lebens. Letztendlich stellt sich die TwistPension die große Frage, wer eigentlich wen liebt und wirft damit alles aus den Bahnen.

Aus dem fernen Bayernland kommt die TwistPension in die Edelprovinz Österreichs um ihr Bühnendebüt des Stückes “Ein Batzn Welt” zu zelebrieren. TwistPension sind Christine Sittenauer und Tobias Zettelmeier, Improvisationsspieler aus München, die sich nun dem Szenischem Theaterspiel widmen. Hermann und Irmi ein alltägliches Paar, sesshaft und verwurzelt im Bayrischen Alpenraum, widerfährt die Geschichte ihres Lebens. Irmi, Hausfrau in der Blüte ihrer Zeit, entkommt der Tristesse ihres Lebens durch die Teilnahme an einer Fernsehshow.

Karten Hotline: +43 (0) 676 848 101 800 twistpension.de

Am Samstag den 1. August 2009 wurde am Gelände der Fabrik Helfenberg das längste Gemälde der Welt gemalt. Das Meisterwerk hat eine Länge von 500 Meter.

Einzelne Teile des Gesamtwerkes können in der Fabrik Helfenberg um EUR 10,- erworben werden. Der Erlös geht dabei an das SOS- Kinderdorf Oberösterreich. Infos unter office@fabrikhelfenberg.at oder unter: +43 676 848 101 800

Herzlichen Dank für die Unterstützung:

Raiffeisenbank Helfenberg, Simader Bau, Naturfabrik, Fa. Glaser und KEK Color

29. August, 2009/15:00 Uhr Das Schätzchen der Piraten Theater des Kindes/Zweipersonen Stück/ab 6 Jahren/50 min.

 

20:00 Uhr Rausch

Ein Kabarett mit Eva Damyanovic und Martin Kratochwil

 

Sonntag, 30. August/15:00 Uhr Das Schätzchen der Piraten Theater des Kindes/Zweipersonen Stück/ab 6 Jahren/50 min.

 

20:00 Uhr Katrin Weber Trio Jazzabend

 

Donnerstag, 3. September/20:00 Uhr Brief einer Unbekannten nach Stefan Zweig mit Simone Neumayr

 

Freitag, 4. September/20:00 Uhr Brief einer Unbekannten nach Stefan Zweig mit Simone Neumayr

 

Samstag, 5. September/16:00 Uhr Am Anfang Theater des Kindes/Zweipersonenstück/ab 6 Jahren/60 min.

 

20:00 Uhr Rausch Ein Kabarett mit Eva Damyanovic und Martin Kratochwil

 

Sonntag, 6. September/16:00 Uhr Am Anfang Theater des Kindes/Zweipersonenstück/ab 6 Jahren/60 min.

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